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Anlässlich der Generalversammlung vom 9. Mai 1942 tönte der Präsident an, dass andere Vereine schon lange eine Standarte besitzen; man möchte auch bei uns die Frage prüfen, ob es dieses Jahr zur 50. Jahresfeier nicht am Platze wäre, ein bescheidenes Fähnchen anzuschaffen. Es wurde eifrig diskutiert und Fragen mussten eingehender geprüft werden. Ein Jahr darauf kommt das Thema „Standarte„ wieder zur Sprache. Die Idee auf die 50. Jahresfeier eine Fahne anzuschaffen, fiel ins Wasser, doch sie lebte in gewissen Köpfen des Vereins weiter. Unser Präsident arbeitete in aller Stille weiter, er verschaffte sich Kostenberechnungen und Muster, die jetzt in Zirkulation gesetzt wurden. Er beantragt, die Versammlung solle einen Kredit von ca. 300 – 400 Franken bewilligen und alles weitere dem Vorstand überlassen. Es kam zur Abstimmung und es wurde beschlossen eine Standarte anfertigen zu lassen. So wurde denn am 19. August 1943 in einer St. Galler Firma ein Vertrag über die Lieferung einer Fahne in der Grösse 50 x 50 cm unterzeichnet.

 

Im Jahre 1944 wurde die Standarte  dem Reitverein anlässlich einer feierlichen Zermonie in der Reitbahn übergeben. Diese Fahne hat während 50 Jahren in Freud und Leid den Verein begleitet. Nun ist sie alt geworden, das Tuch wurde brüchig, die Farben sind verblasst, zudem machen Löcher sie unansehlich und wegen einiger Risse erträgt sie auch die Strapazen auf galoppierendem Pferd nicht mehr. So ist denn an der Generalversammlung 1991 vom Vorstand ein Traktandum  "Standarte„ vorgetragen worden. Man hat all die Mängel ins Feld geführt und die Neuanschaffung einer Standarte vorgeschlagen. Wieder lehnte die Versammlung wie vor 50 Jahren ab, jedoch lebte die Idee in gewissen Köpfen des Vereins weiter. So wurde der Vorstand wieder aktiv und er beschloss schliesslich in seinem eigenen Kreis, ein neues Emblème in Auftrag zu geben. Dieser Beschluss wurde von der Vollversammlung nachträglich ohne Opposition gutgeheissen. Die  Finanzierung erfolgte durch Spenden und Beiträge vieler Reiterfreunde, denen wir an dieser Stelle recht herzlich danken wollen. Zum hundertjährigen Bestehen des Reitvereins wurde die neue Standarte anlässlich der Springkonkurrenz am Sonntag, 26. April 1992 von den Fahnenpaten Kurt und Marianne Hunziker präsentiert.


Ein grosser Wandel im Reitverein vollzog sich mit der Abschaffung der Kavallerie im Jahre 1972. Diese Zäsur hat in so manches Dragoner-Leben, aber eben auch in die Strukturen von vielen Reitvereinen einen Einschnitt gebracht. So gab sich auch der Reitverein Wynental notgedrungen ein neues Kleid.

 

Als Hauptziele sind nun umschrieben:

  • Organisation von Reitübungen
  • Durchführung von reitsportlichen Veranstaltungen
  • Bau und Unterhalt von reitsportlichen Anlagen
  • Pferdekenntnisse und Pferdepflege

Ohne Pferd ist ein Reitverein undenkbar. So wollen wir denn hier die bereits im Jahre 1584 beschriebene Idealgestalt dieses treuen Gefährten wiedergeben:

Ein Pferd muss von drei Lebewesen je drei gute Eigenschaften besitzen

vom Wolf

  • die scharfen Augen
  • die Frässigkeit
  • den starken Rücken

vom Fuchs

  • gerade,  kurze und spitzige Ohren
  • einen langen und dicken Schwanz
  • den sanften Gang

von der Frau

  • die Hoffart
  • die schöne Brust
  • die glatten, zierlichen Haare und
  • die schöne Gestalt des Leibes

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